Fast ausgetrocknetes Flussbett im Gebirge bei Tortur, Kolumbien
Fast ausgetrocknetes Flussbett im Gebirge bei Tortur, Kolumbien
Fast ausgetrocknetes Flussbett im Gebirge bei Tortur, Kolumbien

Aktuelles zu Kolumbien und Nepal

Beide Länder wurden in den vergangenen Wochen schwer von Naturkatastrophen getroffen. Menschen haben ihr Zuhause verloren, wichtige Verkehrswege sind unterbrochen und ganze Regionen stehen vor großen Herausforderungen.

Unsere Kolleg:innen und Partner sind vor Ort. Sie erleben unmittelbar, was diese Situation für die Menschen, ihre Gemeinden und ihre eigenen Familien bedeutet. Auch unsere Arbeit ist betroffen: Wege sind teilweise nicht passierbar, geplante Einsätze müssen verschoben werden und vieles, was noch vor kurzem selbstverständlich erschien, ist plötzlich ungewiss. Und ganz wichtig:

Unseren Teams geht es gut.

Das Wichtigste für uns ist jetzt die Sicherheit unserer Teams und Partner. Gleichzeitig gilt unsere Solidarität allen Menschen, die von den Ereignissen betroffen sind.

Deshalb prüfen wir gemeinsam mit unseren Partnern, wie die aktuelle Situation unsere Arbeit beeinflusst und welche nächsten Schritte verantwortungsvoll sind. Dabei bleibt eines unverändert: Wir stehen an der Seite unserer Kolleg:innen und Partner:innen, jetzt und auch in der Zeit danach. 
Unsere Gedanken sind bei ihnen, ihren Familien und allen Menschen, die von den Ereignissen betroffen sind.

Frau mit Brille erklärt etwas
Nach der letzten Nachricht einer Kollegin ging es mir auch wieder gut. Ich ruhte mich aus und dankte dem Leben dafür, dass es uns diesmal gerettet hatte.
Natalia Buitrago, Programmleitung, Kolumbien

Kolumbien

Als in Kolumbien die Erde bebte, war Natalia gerade mit ihren beiden Kindern zu Hause. Zunächst wusste sie nicht, wie schwer die Erschütterungen das Land getroffen hatten. Erst auf dem Weg zur Schule wurde ihr das Ausmaß der Katastrophe bewusst.

Auch zu ihrem Team in Cali konnte sie zunächst keinen Kontakt aufnehmen. Erst nach und nach erreichten sie Nachrichten. Allen Kolleginnen und ihren Familien ging es gut. Für Natalia war das eine große Erleichterung. Gleichzeitig weiß sie, dass viele Menschen in ihrem Umfeld ihr Zuhause verloren haben und Kolumbien vor einem langen Weg des Wiederaufbaus steht.

Gemeinsam mit Partnern hat GoodVision Colombia direkt gehandelt. Das Team aus Cali fuhr nach Pereira, um dort kostenlose Sehtests und Brillen an betroffene Menschen zu geben. Weitere Unterstützung ist bereits geplant. In Cali arbeitet das Team außerdem an einer Partnerschaft mit einer örtlichen Klinik, um künftig auch kostenlose Augenoperationen zu ermöglichen.

Frau mit Brille steht vor einer weißen Wand
Wir müssen weiter nach vorn schauen und unsere Arbeit fortsetzen. Wenn wir aufhören, gibt es niemanden, der die betroffenen Gemeinschaften unterstützt.
Prativa Devkota, Programmleitung, Nepal

Nepal

Die Überschwemmungen in Nepal trafen die betroffenen Gemeinschaften völlig unerwartet. Während in Kathmandu zunächst keine unmittelbare Gefahr bestand, waren viele Menschen in den umliegenden Regionen mit einer schwierigen Situation konfrontiert. Wege waren nicht passierbar, Teams voneinander getrennt und die Kommunikation erschwert.

Prativa und ihr Team standen deshalb regelmäßig miteinander in Kontakt, um sicherzustellen, dass alle Kolleginnen und Kollegen sowie ihre Familien in Sicherheit sind. Auch die Partnerorganisationen mussten ihre Arbeit an die neuen Bedingungen anpassen.

Nach den ersten schweren Tagen wurde für Prativa klar: Gerade in einer solchen Situation darf die Unterstützung nicht abbrechen. Gemeinsam mit ihren Partnern prüft sie, wie die Arbeit sicher und verantwortungsvoll fortgesetzt werden kann. Schritt für Schritt und mit besonderer Aufmerksamkeit für die Menschen, die jetzt auf Hilfe angewiesen sind.

Vorständin der EinDollarBrille hört in einem Gespräch zu
Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft für die kommenden Tage. Passt auf euch auf.
Esther Holsten, CDO EinDollarBrille

Gutes Sehen schafft Chancen: Es erleichtert Bildung und Arbeit, ermöglicht mehr gesellschaftliche Teilhabe und trägt dazu bei, Unfälle zu vermeiden. Damit unterstützt es Menschen dabei, ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten.

Heute gilt unsere besondere Solidarität unseren Kolleg:innen, Partnern und den Menschen in Nepal und Kolumbien. 

Mädchen aus Nepal mit EinDollarBrille
Immer informiert bleibenmit unserem Newsletter.